six degrees of separation

6 Grad Trennung. Wer hat nicht schonmal davon gehört. Es ist die These, das jeder Mensch jeden anderen Menschen auf der Welt in maximal 6 Zwischenschritten kennt. Das heißt auch ich kenne den letzten Outback Aborigine über 6 Leute. Und das kann ich mir sogar sehr gut vorstellen. Ein Kumpel ist schon oft in Australien gewesen und seine Großeltern sind da die letzten Jahrzehnte auch mehr als nur einmal gewesen. Das heißt über zwei Leute kenn ich schonmal ne ganze Menge Leute in Australien. Einmal im richtigen Land, wird dort irgendwen in der richtigen Stadt kennen, die in der Nähe des Wohnorts von Aborigine A liegt und von dort geht es weiter.

Facebook hat uns was das betrifft weiter zusammengeführt, als wir überhaupt denken würden. Das heißt, bis auf die letzten Winkel der Erde, in denen Strom- und Internetleitungen knapp sind, kommt man mit Facebook. Mark Zuckerberg hat etwas geschaffen, das ihn nicht umsonst zum Multimilliardär gemacht hat. Wenn ich mir das Bild unten anschaue, dann sehen wir eine sehr detaillierte Ausarbeitung unserer Erde. Nur, das die vielen kleinen Lichter einzelne Facebook Accounts sind. Es ist schon erschreckend, wie genau man die Welt abbilden kann, nur mittels eines Online Portals, dem soviele Menschen anheim gefallen sind. Es ist ein Phänomen, das ich bewundere, und diejenigen die sich ihm verweigern (Ja Papa, ich meine dich), sind entweder Technikfremde Hippies oder schlicht weg nicht in der Generation Zero aufgewachsen. Alleine diese besonderheit macht es vielen älteren Menschen schwer damit klarzukommen. Ein anderer Blogeintrag von Sven Herpig zum Thema Generation Social Network beschreibt dass ganz gut. Bin ich antisozial im realen Leben, finde ich meine Erfüllung im Online Leben. “Ich kann mich mit einer Liste von 400-schlag-mich-tot Freunden auf Facebook rühmen, ich kann gar kein asozialer Mensch sein.” Solche und ähnlich Sätze sind leider heutzutage an der Tagesordnung und hinterlassen dann wieder einen faden Beigeschmack. Will ich eigentlich jeden Menschen auf der Welt kennen? Ich glaube nicht. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

 

Quelle: Facebook Mitarbeiter Paul Butler in einer Facebook Notiz